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Gestaltung

Trauerkarten gestalten: Formate, Motive und Texte

Aktualisiert am 26. August 2026

Die Trauerkarte ist die persönlichste Drucksache im Trauerdruck: Sie überbringt die Nachricht vom Tod eines Menschen an Familie, Freunde und Wegbegleiter und lädt zur Trauerfeier ein. Anders als die öffentliche Todesanzeige richtet sie sich an einen ausgewählten Kreis — und darf deshalb persönlicher sein. Dieser Artikel führt Schritt für Schritt durch Format, Motiv, Text und Druck.

Schritt 1: Das Format wählen

Die Formatwahl bestimmt, wie viel Platz für Text und Gestaltung zur Verfügung steht:

  • Einzelkarte (einseitig oder beidseitig): die schlichte Form — Motiv und Kernangaben auf der Vorderseite, Details auf der Rückseite. Üblich in DIN A6, DIN Lang oder quadratisch.
  • Klappkarte: die klassische Trauerkarte mit bis zu vier Seiten. Außen Motiv und Name, innen Trauerspruch, Text und die Angaben zur Trauerfeier. Üblich in DIN A5 (gefalzt auf A6) oder DIN Lang.
  • Trauerbrief: ein gefalztes Blatt im Briefformat mit ausführlicherem Text — verbreitet, wenn viele Angaben (mehrere Termine, Spendenhinweise) unterzubringen sind.

Dazu gehört der passende Umschlag, traditionell mit grauem oder schwarzem Innenfutter beziehungsweise dem klassischen Trauerrand.

Schritt 2: Motiv und Symbol

Das Motiv gibt der Karte ihre Stimmung. Bewährte Kategorien — von traditionell bis modern:

  • Christliche Symbole: Kreuz, betende Hände, Engel — passend für kirchlich geprägte Familien
  • Naturmotive: Rose, Zweig, Baum, Sonnenuntergang, Berge oder das Meer — heute die häufigste Wahl
  • Licht: Kerze oder Lichtstrahl als Symbol für Erinnerung und Hoffnung
  • Persönliche Motive: ein Foto der verstorbenen Person, ihr Lieblingsort, ein Hinweis auf ihr Hobby

Weniger ist mehr: Ein Motiv oder Symbol pro Karte genügt. Es sollte zur verstorbenen Person passen — eine Bergsteigerin verdient eher ein Gipfelmotiv als eine beliebige Rose.

Schritt 3: Der Text

Eine Trauerkarte enthält üblicherweise diese Bausteine, meist in dieser Reihenfolge:

  1. Trauerspruch oder Zitat (optional, oft auf der Titel- oder ersten Innenseite)
  2. Einleitungssatz („In stiller Trauer nehmen wir Abschied von …“)
  3. Name der verstorbenen Person, ggf. mit Geburtsnamen
  4. Lebensdaten (Geburts- und Sterbedatum, oft mit * und †)
  5. Trauernde („In Liebe und Dankbarkeit: …“)
  6. Angaben zur Trauerfeier (Ort, Datum, Uhrzeit, Beisetzung)
  7. Hinweise (z. B. „Von Beileidsbekundungen am Grab bitten wir abzusehen“ oder ein Spendenwunsch)

Beispiele für Einleitungen

  • „In stiller Trauer nehmen wir Abschied von meinem geliebten Mann, unserem Vater und Großvater“
  • „Nach einem erfüllten Leben ist unsere Mutter friedlich eingeschlafen“
  • „Plötzlich und unerwartet mussten wir Abschied nehmen von“
  • „Wir trauern um unseren langjährigen Freund und Kollegen“

Beispiele für Trauersprüche

  • „Was man tief in seinem Herzen besitzt, kann man nicht durch den Tod verlieren.“ (Johann Wolfgang von Goethe)
  • „Wenn ihr mich sucht, sucht mich in euren Herzen.“
  • „Der Tod ist das Tor zum Licht am Ende eines mühsam gewordenen Weges.“

Der Ton darf zur Person passen: Für einen humorvollen Menschen kann auch ein heiter-dankbares Zitat richtig sein. Wichtig ist nur, dass die Familie sich darin wiederfindet.

Schritt 4: Schrift und Gestaltung

  • Maximal zwei Schriften: eine ruhige Serifenschrift für Name und Spruch, eine schlichte Grotesk für die Sachangaben — oder durchgehend eine Schrift in zwei Schnitten.
  • Gedeckte Farben: Schwarz, Anthrazit, Dunkelblau oder ein zurückhaltendes Gold/Grau als Akzent. Kräftige Farben nur, wenn sie bewusst zur Person gehören.
  • Weißraum lassen: Eine Trauerkarte muss nicht gefüllt sein. Großzügige Ränder und Abstände wirken ruhiger und würdevoller als dichte Textblöcke.
  • Konsistenz über alle Drucksachen: Trauerkarte, Sterbebild und spätere Danksagung wirken am schönsten, wenn sie Motiv und Schrift teilen.

Schritt 5: Druck und Versand

Für den Druck gibt es drei Wege: die Druckerei oder Hausdruckerei des Bestatters (hochwertigstes Ergebnis, klassische Trauerpapiere), Online-Druckdienste (günstig bei kleinen Auflagen) oder der Eigendruck auf gutem Karton (nur für sehr kleine Auflagen zu empfehlen). Kalkulieren Sie den Postweg ein: Die Karten sollten die Empfänger mehrere Tage vor der Trauerfeier erreichen.

Wer selbst gestalten möchte, ohne bei null anzufangen, kann mit fertigen Trauerkarten-Vorlagen starten: Motiv, Aufteilung und Typografie stehen bereits, nur Texte und Foto werden ausgetauscht. In einer Trauerdruck-Software wie Trauerwerk entsteht daraus in wenigen Minuten ein druckfertiges PDF — inklusive automatisch eingesetzter Namen und Daten und einer Vorschau, die die ganze Familie vor dem Druck prüfen kann.

Checkliste vor dem Druck

  • Name vollständig und korrekt geschrieben (auch Geburtsname)?
  • Geburts- und Sterbedatum geprüft?
  • Ort, Datum und Uhrzeit der Trauerfeier und Beisetzung korrekt?
  • Alle Angehörigen in der gewünschten Reihenfolge genannt?
  • Rechtschreibung von einer zweiten Person gegengelesen?
  • Auflage großzügig kalkuliert (Nachdrucke kosten Zeit)?

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